Grundlegende Feststellung

Grundlage für gute Arbeit sind Gehorsam und Bindung an den Führer, dies um so mehr, als gerade jagdliche Arbeit großteils selbständige vom Hunde zu treffende Entscheidungen beinhaltet die zu Erfolg oder Misserfolg führen.

 

Bereits zu Beginn der Ausbildung  sollte man eine Vorstellung darüber haben, wie das Endprodukt aussehen sollte und welche Anforderungen man überhaupt an den Hund zu stellen beabsichtigt. Es bedingt sicher große Unterschiede in dieser ob man den Hund bevorzugt am Feld, im Wasser oder auf Schweiß einsetzen möchte.

 

Das  gemeinsam Wichtigste bei all diesen Arbeitsrichtungen bleibt dennoch das Zusammenspiel Jäger - Hund mit Kontrolle des entsprechenden Jagdverhaltens.

 

Ziel der Ausbildung ist vor allem die Kontrolle des Hundes  durch Gehorsam bei den Grundkommandos (Sitz, bleib, hier) und das Lernen von Distanzgrenzen. Dies erfolgt durch Stopppfiff.

 

Ein weiterer wichtiger Schritt  in der Ausbildung ist das Apportieren in die Hand. Bis dies der Hund beherrscht, ist zu empfehlen mit Dummies zu arbeiten, schon aus Achtung für das Lebensmittel Wildpret. Hundeführer sind keine Aasproduzenten. Während der Apportierinstinkt angeboren ist, ist dies beim Halten nicht der Fall. Dieses muss wohl oder übel dem Hunde, u.U. mit großer Mühe und Geduld gelernt werden.

 

Die Verwendung von Leckerlis oder Goodis (oder wie man diese Dinge auch immer nennen mag) ist vermutlich zwar einfach aber nicht zielführend., dagegen immer ausreichendes Lob. Lob beendet jedes Kommando. Allgemein verständlich ausgedrückt soll das heißen, dass ein Hund eine Tätigkeit ausführt, weil er dazu das Kommando erhalten aber nicht weil er dafür etwas zu fressen bekommt.

 

Robert Thebner